sumer is icumen in

März 30, 2008

… und die Sonne scheint, was das Zeug hält, also hockt ganz Wien im Museumsquartier oder drängelt sich vorm Bortolotti, ich spaziere herum und verteile Endorphine für alle, und mein Rad fährt besser als je zuvor (a girl can feel special on any such like)

Ich glaube, es wird Zeit, auch diese/n/s Blog zu schließen. Ich kann nicht länger umhin, mich zu fragen, für wen ich das alles in Wirklichkeit schreibe und warum, welche Intimitäten ich zensiere und mit welchen ich prahle, und um wen zu beeindrucken oder zu verstören? Kindische Spielchen, höchste Zeit, damit aufzuhören. Tagebücher sind privat, öffentlich kann man sich mitteilen, wenn man etwas zu sagen hat, und wenn man nichts zu sagen hat, läßt man es vielleicht lieber gleich ganz. Think about it (= note to self).

Gute Nacht, und viel Glück.

john, i’m only dancing

März 26, 2008

Nach einer verhältnismäßig gründlichen Fairport- und während einer allem Anschein nach nie enden werdenden Dylan-Phase ist es also Zeit, neues Terrain zu behören: bis vier Uhr früh feiert sie ausgelassene one-girl-parties  mit Prosecco, Eddie Hazel, Sly & the Family Stone. Funk bei Schneesturm! Hurra! Die anderen guten Nachrichten: Mein Fahrrad ist schon wieder abholbereit (Jungs von der IGF, ihr seid meine Helden!), Weinen auf Knopfdruck macht einen Heidenspaß, und der Meister persönlich kommt nach Wien.

Und N. natürlich.

the angels took my racehorse away

März 21, 2008

Wenigstens habe ich Gelegenheit, mich stark und lässig zu fühlen, als ich den schwerverletzten Vincent schultere und nach Hause trage, oder nein, doch lieber in die IG, wie Lucky Luke auf längeren Strecken Jolly Jumper. K., den ich in einem unachtsamen Moment auf seinem Soundmobil gerammt habe, hat ein furchtbar schlechtes Gewissen, obwohl er gar nichts dafür kann, und auch die anderen Jungs sind wie immer furchtbar nett, und nein, mir ist wirklich nichts passiert, aber das war’s jetzt halt mit der Party und Vincent, geliebter Vincent, dein Vorderrad ist nicht mehr zu retten. Wehmütig lasse ich ihn dort zurück und kaufe mir ein Bier, von dem ich mir Trost verspreche und stattdessen Bauchschmerzen bekomme.

achter

Here’s to you: good night, and good luck.

can’t wake up to save my life

März 21, 2008

Um Himmels Willen, was war denn los? fragt A., Du hast so laut geschrien und geweint im Schlaf, und ich erzähle ihr meinen Alptraum, nur um, noch in der Küche stehend, wieder einzuschlafen, wieder dort zu sein und nur um Haaresbreite zu entkommen, wiederum aufwachend statt des Katers einen von ihnen in seiner Gestalt zu meinen Füßen zu finden und blanken Entsetzens festzustellen, dass ich noch gar nicht wach war in der Zwischenzeit und A. weg ist und ich vielleicht immer noch träume. Wer auch immer behauptet hat, dass REM-Phasen erholsam seien, möge jetzt bitte an meiner statt zur Arbeit fahren.

one big holiday

März 21, 2008

Am Ende der Woche wird man dich fragen, Was hast du die ganze Zeit über gemacht? und du wirst sagen, Ich habe fast alle meine Freunde getroffen, und wir haben über das Leben geredet, ich habe Musik gehört und sehr viel Leitungswasser und etwas Wein getrunken, ich habe erklärt bekommen, wie man lernt, auf Kommando zu weinen, und muss das noch ein bißchen üben, und ich freue mich auf und über alles mögliche. Ich bin unfähig, irgendetwas Melancholisches von mir zu geben (sorry, H.), und singe sogar im Schneeregen. A. schaut dich neugierig an und fragt, Bist du verliebt? und du denkst, Mehr in das Leben, und dann, später, trinkst du alleine ein Bier und stellst dir dieselbe Frage noch einmal.

got my mind messed up

März 14, 2008

… und dann tust du hier auch noch allen Ernstes so, als fändest du es cool, die Zeit, die dir auf Erden gegeben ist, so zu verschwenden! Bitte lies dir doch nur mal den letzten Eintrag durch, du spinnst ja komplett! Ja, jetzt hier rumsitzen und dich schlecht fühlen, das kannst du. Deine beste Freundin ist zum ersten Mal wirklich sauer auf dich, und sie hat recht, und alle, die dich lang genug kennen, bestätigen, ohne mit der Wimper zu zucken: kaum gibt es einen neuen Mann in deinem Leben, lässt du alles liegen und stehen und kümmerst dich um nichts anderes mehr. Der wohlgemeinte Zusatz „aber das ist ja auch okay“, den sie eventuell nachreichen, hilft dann auch nicht mehr viel. Jetzt bist du geknickt und isst wieder Schokolade, als ob das irgendwas besser machen würde. Gegen schlechtes Gewissen gibt’s nur eins, weißt du, nämlich sich bessern. Los, bessere dich! Und lern was, und sei gefälligst nicht so feig. Somebody just gotta hit me. – Nix da somebody gotta, das machst du schön selber, und zwar sofort.

‚til i see you again

März 12, 2008

oder Wie man einen Tag verplempert.

10.00 Weckerläuten ignorieren.

12.00 aufstehen, Kater füttern, Kaffee machen.

12.30 Nachbarin schneit herein, bekommt auch einen Kaffee.

13.00 duschen.

13.45 beschließen, das Seminar, das in einer Viertelstunde beginnt, mangels Interesse auf nächstes Semester (oder so) zu verschieben, und stattdessen „ordentlich“ frühstücken.

14.00 Musik hören, Playlists zusammenstellen, CDs bestellen, Kritiken lesen.

17.30 zur Arbeit fahren.

00.30 nach getaner Arbeit mit den anderen noch was trinken gehen.

04.00 Heimkehr. Zigaretten sind aus, also schlafengehen it’s gonna be.

dancing queen

März 7, 2008

Offenbar war ich leicht betrunken. Mehr Gitarren! brülle ich den DJ an, er thumbs-upt, und dann wollen plötzlich alle mit mir tanzen, dabei kann ich das doch gar nicht und flüchte vor John Travolta zu M., die behauptet, Die Hebefigur hat super ausgeschaut, Which fucking Hebefigur?? Und nein, du bekommst meine Telephonnummer nicht, und der DJ, der einzige, der hier normal ausschaut, nickt mir anerkennend zu. Dieser Jay-Jay Johanson hat übrigens wirklich eine bemerkenswerte Stimme. Ich brauche schon wieder ein größeres CD-Regal, und verdammt, ich muss dringend aufräumen.

fistfull of love

März 6, 2008

Antony (and the Johnsons) habe ich bisher sträflich vernachlässigt, nach meinem heutigen Kaufrausch aber (drei Alben und eine Dreierbox in drei Tagen, nicht schlecht) gehe ich in die Knie, leiste Abbitte und bin bekehrt. Es gibt so herrliche Musik, und das Beste daran, je mehr ich höre, desto mehr entdeckt sich mir, es wird kein Ende nehmen, nie, ist das nicht toll! Und weil die Sonne scheint, lasse ich mich von den vielen Wintermänteln draußen nicht beirren und fahre mit Röckchen und Jäckchen spazieren, treffe schon wieder zufällig K., der nett ist und mir eine Abkürzung zeigt und mit mir essen gehen will, aber ich lehne aus irgendwelchen Gründen ab und rase weiter in der Gegend herum. Ich freue mich auf heute abend, auf morgen, aufs Wochenende, auf den Grund, Einladungen von sympathischen Männern auszuschlagen.

say yes

März 4, 2008

I could be another fool or an exception to the rule
You tell me the morning after

Crooked spin can’t come to rest
I’m damaged bad at best
She’ll decide what she wants
I’ll probably be the last to know
No one says it ‚til it shows
See how it is, they want you or they don’t
Say yes

I’m in love with the world through the eyes of a girl
Who’s still around the morning after